2025
MAGARETHE STITZ (1865-1949)
Am 5. September 2025, haben der FrauenRat NRW mit den Kooperationspartner*innen Altes Beueler Damenkomitee von 1824 e.V., Beueler Weiberfastnacht, Heimatmuseum Beuel Heimat- und Geschichtsverein Beuel e.V. sowie Schifferverein Beuel 1862 e.V. in Bonn-Beuel den 47. FrauenOrt NRW eröffnet.
Margarethe Stitz ist die siebte Frau, die mit dem fünften Bonner FrauenOrt gewürdigt wird (neben den Stillen Heldinnen, Johanna Elberskirchen, Prof. Dr. Maria von Linden und Dr. Elisabeth Selbert).
Tafel für "Margarethe Stitz", Heimatmuseum Beuel, Wagnergasse 2-4
Bonner Demonstration vom 25.11.2025 gegen Gewalt gegen Frauen (Martinsplatz)
Abschlusskundgebung der Bonner Demonstration vom 25.11.2025 gegen Gewalt gegen Frauen (vor der Kreuzkirche)
Stoppt Femizide!
Nicht eine mehr soll sterben!
Femizide und Femizidversuche am Bonner Landgericht
von 2015-2025
04.05.2025 (Troisdorf, Mai 2025) †
29-Jähriger kommt in Untersuchungshaft, weil er im Verdacht steht, seine 30-jährige Freundin erstochen zu haben. Der Prozess vor dem Bonner Landgericht beginnt am 2.12.2025. (ga.de, ga.de, ga.de)
24.04.2025 (Zülpich, Oktober 2024) †
37-Jähriger bekommt vom Bonner Landgericht lebenslänglich, weil er seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, brutal ermordete. Er erstickte sie mit einem Kissen und schnitt ihr dann die Kehle durch. (www1.wdr.de)
18.03.2025 (Bad Münstereifel, Juni 2024)
34-Jähriger wird vom Bonner Landgericht wegen Mordversuchs an seiner Frau, seinem 15-jährigen Sohn und seiner 10 und 13 Jahre alten Töchter zu lebenslänglich verurteilt. Nachdem er seine Frau sowie zwei seiner Kinder mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte, legte er Feuer in der Wohnung des Mehrfamilienhauses. (www1.wdr.de)
13.01.2025 (Bad Münstereifel, Dezember 2024)
Der Prozess vor dem Bonner Landgericht gegen einen 23-Jährigen, der versucht haben soll, seine 19-jährige Ex-Freundin umzubringen, die ihn zwei Wochen zuvor verlassen hatte, beginnt. (radiobonn.de)
11.12.2024 (Siegburg, Januar 2024) †
Das Bonner Landgericht verurteilt einen 30-Jährigen zu 13 Jahren Haft, weil er seine 31-jährige Bekannte mit 135 Messerstichen tötete. (rp-online.de, www1.wdr.de)
30.10.2024 (Bonn, März 2024)
Ein 45-jähriger Syrer muss sich vor dem Bonner Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags verantworten. Weil seine 48-jährige Frau sich von ihm trennen wollte, ging er mit dem Messer erst auf sie, dann auf seine Tochter und seine Mutter los. "Er wollte mich vor den Augen seiner Mutter und unserer Tochter schächten", sagte sie vor Gericht. "Papa hat Mama umgebracht", soll die 7-jährige Tochter den eintreffenden Hilfskräften gesagt haben. (ga.de)
12.01.2022 (Siegburg)
Vor dem Bonner Landgericht wird der Fall eines 37-jährigen Syrers verhandelt, der aus Wut mit Tempo 100 gegen einen Baum fuhr, weil seine 21-jährige Verlobte ihm im Auto erklärte, dass sie ihn keinesfalls heiraten werde. Vorher hatte er sie und ihre kleine Schwester mit einer Schusswaffe aus dem Handschuhfach gezwungen, im Auto zu bleiben. (rundschau-online.de)
11.05.2020 (Waldbröl, November 2019) †
Das Bonner Landgericht verurteilt einen 41-Jährigen wegen der Tötung seiner Ehefrau mit 18 Messerstichen zu 8 Jahren Haft. Vor dem Messerangriff hatte es seit Monaten Streit zwischen dem Rumänen und seiner Frau gegeben, da sie den Angaben zufolge einen Arbeitskollegen zum Liebhaber hatte. Vier Tage vor der Tat offenbarte die 28-Jährige ihrem Ehemann, dass sie nicht mit ihm über die Weihnachtstage nach Rumänien fliegen, sondern wegen des Liebhabers in Waldbröl bleiben werde. Auch forderte sie die Scheidung. (ga.de)
22.10.2019 (Bonn, April 2019)
Ein 49-Jähriger im Irak geborener Deutscher wird zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er hatte seiner Ex-Freundin, die einen neuen Partner hatte, vor deren Wohnung aufgelauert. Als die 33-Jährige mit ihrer Tochter das Haus verließ, fuhr er sie mit seinem Auto an und schlug sie danach mit einem Stein mehrmals auf den Kopf. Die 3-Jährige musste aus ihrem Buggy heraus den Vorfall mit ansehen und habe, völlig aufgelöst, mehrfach „Papa, Papa“ gerufen. Die schwangere Frau liegt wegen ihrer schweren Kopfverletzungen immer noch im Krankenhaus. (ga.de)
14.06.2019 (Bonn, Sommer 2018) †
Ein 24-Jähriger wird wegen schwerer Körperverletzung vor dem Bonner Landgericht zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Als seine 23-jährige Freundin die Beziehung zu ihm beendete, weil sie seinen zunehmenden Kontrollwahn und seine Eifersucht nicht mehr aushielt, hatte er sie mit einem Messer angegriffen, 11 Mal zugestochen und sie dabei lebensgefärlich verletzt. (ga.de)
13.12.2017 (Bonn, November 1991) †
Mehr als 26 Jahre nach dem Mord an einer 38-jährigen Frau hat der heute 52-Jährige Mörder vor dem Landgericht Bonn gestanden. Er bekam lebenslänglich. (rp-online.de, sueddeutsche.de)
26.07.2017 (Königswinter, Februar 2008) †
Im Prozess vor dem Bonner Landgericht gegen den heute 52-jährigen Kellner aus Königswinter, der seine 40-jährige Ehefrau vor 9 Jahren erwürgte und ihre Leiche im Keller einbetonierte und vorgab, sie sei verschwunden, legt der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. (ga.de)
4.04.2017 (Zülpich, November 2016) †
Demnächst steht ein 35-Jähriger vor dem Bonner Landgericht, weil er seine Freundin erstochen haben soll. Laut Anklage war er überzeugt gewesen, dass seine langjährige Freundin ihm fremd ging. Um "seine Ehre wiederherzustellen", habe er sie getötet, heißt es in der Anklage. (ga.de)
27.06.2015 (Bonn, Oktober 2014) †
Ein 55 Jahre alter Cellist wird vom Bonner Landgericht wegen der Tötung seiner Frau, einer Konzertpianistin, zu 12 Jahren Haft verurteilt. (rp-online.de, ga.de)
2024
Bonn hat seit 8. Mai 2024 vier FrauenOrte
Die vier FrauenOrte aus dem Projekt "50 FrauenOrte NRW" können bei einem Spaziergang in der Bonner Innenstadt besucht werden. Mit den vier Stelen werden sechs bedeutende Bonnerinnen gewürdigt. Hier finden Sie Berichte und Fotos der Eröffnungsfeier am 8. Mai 2024.
Stele "Johanna Elberskirchen"
neben dem Alten Rathaus, Bischofsplatz, 53111 Bonn
Stele "Stille Heldinnen: Katharina Bayerwaltes, Sibylla Cronenberg und Frieda Mager"
neben dem Alten Rathaus, Bischofsplatz, 53111 Bonn
Stele "Maria von Linden"
Ernst-Moritz-Arndt-Garten, Adenauerallee 79, 53113 Bonn
Bringen die FrauenOrte NRW nach Bonn: Dr. Miriam Mauritz, Projektverantwortliche für die FrauenOrte beim FrauenRat NRW, Stephanie Clemens-Krämer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn, Andrea Rupp, Vorsitzende des FrauenRates NRW, Elena Erpenbach, Projektverantwortliche in der Bonner Gleichstellungsstelle, Maria Weyer und Stefanie Kolzem vom Stadtmuseum und Dr. Ulrike Klens, Haus der FrauenGeschichte Bonn.
Großes Wirken sichtbar machen: Bonn bekommt vier FrauenOrte NRW
Ab dem Frühjahr 2024 werden Stelen und Gedenktafeln auf Elisabeth Selbert, Maria von Linden, Johanna Elberskirchen und die „Stillen Heldinnen“ Frieda Mager, Sibylla Cronenberg und Katharina Bayerwaltes aufmerksam machen. Das Haus der FrauenGeschichte Bonn und die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn haben sich erfolgreich für das Projekt FrauenOrte NRW des FrauenRats NRW beworben.
Frauen haben die Entwicklung Bonns zu allen Zeiten geprägt - und tun dies heute mehr denn je. Es ist wichtig, dieses Wirken sichtbar zu machen und diese Frauen im wahren Sinn des Wortes in die Öffentlichkeit zu holen. Ab Frühjahr 2024 werden daher vier so genannte FrauenOrte NRW auf Bonnerinnen aufmerksam machen, die Großes bewirkt und wegweisende Leistungen erbracht haben. Denn das Haus der FrauenGeschichte Bonn hat sich gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn für das Projekt FrauenOrte NRW des FrauenRats NRW beworben und gleich für vier Frauenorte in Bonn den Zuschlag erhalten:
Elisabeth Selbert (1896-1986) – eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“, die den Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz durchgesetzt hat
Maria von Linden (1869-1936) – die erste Frau, die in Deutschland zur Professorin ernannt wurde, und an der Bonner Universität tätig
Johanna Elberskirchen (1864-1943) – eine unerschrockene Kämpferin für Frauen- und Homosexuellenrechte
„Stille Heldinnen“ (1870 -2011): Frieda Mager, Sibylla Cronenberg, Katharina Bayerwaltes – die drei Frauen wurden von der Gedenk- und Dokumentationsstätte Yad Vashem in Jerusalem zu „Gerechten unter den Völkern“ ernannt, da sie Jüdinnen und Juden während des nationalsozialistischen Terrors unter Einsatz ihres Lebens vor der Vernichtung retteten.
Die historischen Frauenpersönlichkeiten und ihre Lebensleistungen werden mit Stelen und Gedenktafeln gewürdigt. Neben denen in Bonn entstehen auch weitere an den verschiedensten Orten in NRW. So werden diese Orte zu „FrauenOrten NRW“. Die Stelen und Tafeln werden vom FrauenRat NRW finanziert und haben ein einheitliches Design für den Wiedererkennungswert.
„Wir freuen uns sehr, dass wir für Bonn mit gleich vier FrauenOrten ausgewählt wurden und diese umsetzen können. Frauen haben von Bonn aus in die Gesellschaft – auch bundesweit - gewirkt und sind damit Vorbild für Frauen von heute“, sagt Stephanie Clemens-Krämer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn.
„Frauen, ihr Leben, ihr Wirken, ihre Einflüsse auf Gesellschaft, Kultur und Politik sichtbar zu machen, ist seit vielen Jahren Anliegen des Hauses der Frauengeschichte. Mit unseren vier Publikationen ‚Bonner Frauen(orte)‘ haben wir hier schon eine umfangreiche Sammlung vorgelegt, umso mehr freut es uns, dass vier dieser dort porträtierten Frauen nun eine noch breitere Bühne bekommen“, sagt Dr. Ulrike Klens vom Haus der FrauenGeschichte Bonn.
Die durch die Frauenorte kommunizierte Wertschätzung der verschiedenen Frauenpersönlichkeiten mit ihren unterschiedlichen Identitäten kann jungen Frauen in der Entwicklung ihrer eigenen Stärken, Wünsche und Ziele Impulse geben und mit dem historischen Hintergrund können die Frauen als Vorbilder in der heutigen Zeit dienen, so die Motivation des FrauenRat NRW für das Projekt.
Derzeit werden die geplanten Aufstellorte geprüft und anschließend mit den Stelen ausgestattet. Am 8. Mai 2024 werden die Bonner FrauenOrte NRW mit einem Empfang im Alten Rathaus feierlich eröffnet.
Das Projekt „FrauenOrte in NRW“
Träger des Projekts „FrauenOrte in NRW“ ist der Verein FrauenRat NRW. Es wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Schirmpatin ist Gleichstellungsministerin Josefine Paul.
Bis Ende 2025 will der FrauenRat NRW 50 Orte in NRW kennzeichnen, an denen historische Frauenpersönlichkeiten gewirkt und gelebt haben, um ihren Beitrag zur Geschichtsschreibung NRWs sichtbar(er) zu machen. Die Vorschläge kommen aus der Bevölkerung, die Auswahl trifft der Vorstand des FrauenRat NRW auf Empfehlung eines ehrenamtlichen Fachbeirates.
In bisher zwei Auswahlrunden hat der Vorstand des FrauenRat NRW auf Empfehlung des Fachbeirats 27 von 50 geplanten FrauenOrten ausgewählt. Im Oktober 2023 wurde in Wülfrath der erste FrauenOrt NRW gemeinsam mit Ministerin Paul eingeweiht. Eine Übersicht aller bisher ernannten FrauenOrte NRW ist hier zu finden.
(siehe Pressemitteilung der Bundesstadt Bonn vom 5.2.2024)
2023
Porträts von Bundespolitikerinnen und Feministinnen
Dank der Gleichstellungsstelle stehen seit dem Internationalen Frauentag 2023 einige Porträts von Bonnerinnen auf der Website der Stadt Bonn. Die Serie wird nach und nach erweitert.
Was erzählt der Dachfries am Postamt über das Verhälnis von Männern und Frauen?
Wie können wir deuten, dass die Hauptfigur eine Frau ist und die ihr zu Füßen sitzenden Figuren zwei Knaben und zwei Männer aus entgegengesetzten Welten darstellen?
Auffällig ist, dass der Geschlechterunterschied im Fries zwei unterschiedliche Deutungsmuster beinhaltet: einmal die Ebene der Symbolik, zum anderen die Ebene der industriellen Realität, die ausschließlich mit Männer- und Knabenbildern gezeigt wird.
So zeigt der Postfries auch den Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen Leben – trotz ihrer hohen Bedeutung als weltumspannende, fürsorgliche Symbolfigur.