Aktuelles 

Neu auf unserer Website sind die Porträts der von 1955 bis 1972 in Bonn lebenden Journalistin Inge Deutschkron (1922-2022), Überlebende des Holocaust im Berliner Untergrund von 1941 bis 1943, der in Bonn geborenen Politikerin Heide Simonis (1943-2023), erste bundesdeutsche Ministerpräsidentin, und der Autorin Antje Dertinger (*1940), die zahlreiche Biografien über Frauen aus der Arbeiterinnenbewegung, aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und aus der frühen Bundesrepublik verfasst hat.


Auf unserer Website finden Sie Biografien, die in den bisher erschienenen Bänden der "Bonner Frauen(orte)" noch nicht veröffentlicht sind: von Viktoria Zoubkoff (geb. Prinzessin von Preußen) (1866-1929), fast 40 Jahre Hausherrin im Palais Schaumburg, von Lotte Lemke (1903-1988), ein Leben für die Arbeiterwohlfahrt - an der Seite ihrer Lebensgefährtin, von Maria von Linden (1869-1936), der ersten Professorin Deutschlands 1910 an der Universität Bonn, und von Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986), der ersten Ministerin der Bundesrepublik 1961.  

Hinweis

Leider sind die Bände 1, 2, 3 und 4 der "Bonner Frauen(orte)" vergriffen. Fast alle Beiträge finden sich aber auf dieser Website. 

Bringen die FrauenOrte NRW nach Bonn: Dr. Miriam Mauritz, Projektverantwortliche für die FrauenOrte beim FrauenRat NRW, Stephanie Clemens-Krämer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn, Andrea Rupp, Vorsitzende des FrauenRates NRW, Elena Erpenbach, Projektverantwortliche in der Bonner Gleichstellungsstelle, Maria Weyer und Stefanie Kolzem vom Stadtmuseum und Dr. Ulrike Klens, Haus der FrauenGeschichte Bonn. 


Großes Wirken sichtbar machen: Bonn bekommt vier FrauenOrte NRW 

Ab dem Frühjahr 2024 werden Stelen und Gedenktafeln auf Elisabeth Selbert, Maria von Linden, Johanna Elberskirchen und die „Stillen Heldinnen“ Frieda Mager, Sibylla Cronenberg und Katharina Bayerwaltes aufmerksam machen. Das Haus der FrauenGeschichte Bonn und die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn haben sich erfolgreich für das Projekt FrauenOrte NRW des FrauenRats NRW beworben.

Frauen haben die Entwicklung Bonns zu allen Zeiten geprägt - und tun dies heute mehr denn je. Es ist wichtig, dieses Wirken sichtbar zu machen und diese Frauen im wahren Sinn des Wortes in die Öffentlichkeit zu holen. Ab Frühjahr 2024 werden daher vier so genannte FrauenOrte NRW auf Bonnerinnen aufmerksam machen, die Großes bewirkt und wegweisende Leistungen erbracht haben. Denn das Haus der FrauenGeschichte Bonn hat sich gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn für das Projekt FrauenOrte NRW des FrauenRats NRW beworben und gleich für vier Frauenorte in Bonn den Zuschlag erhalten:
Elisabeth Selbert (1896-1986) – eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“, die den Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz durchgesetzt hat
Maria von Linden (1869-1936) – die erste Frau, die in Deutschland zur Professorin ernannt wurde, und an der Bonner Universität tätig
Johanna Elberskirchen (1864-1943) – eine unerschrockene Kämpferin für Frauen- und Homosexuellenrechte
„Stille Heldinnen“ (1870 -2011): Frieda Mager, Sibylla Cronenberg, Katharina Bayerwaltes – die drei Frauen wurden von der Gedenk- und Dokumentationsstätte Yad Vashem in Jerusalem zu „Gerechten unter den Völkern“ ernannt, da sie Jüdinnen und Juden während des nationalsozialistischen Terrors unter Einsatz ihres Lebens vor der Vernichtung retteten. 

Die historischen Frauenpersönlichkeiten und ihre Lebensleistungen werden mit Stelen und Gedenktafeln gewürdigt. Neben denen in Bonn entstehen auch weitere an den verschiedensten Orten in NRW. So werden diese Orte zu „FrauenOrten NRW“. Die Stelen und Tafeln werden vom FrauenRat NRW finanziert und haben ein einheitliches Design für den Wiedererkennungswert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir für Bonn mit gleich vier FrauenOrten ausgewählt wurden und diese umsetzen können. Frauen haben von Bonn aus in die Gesellschaft – auch bundesweit - gewirkt und sind damit Vorbild für Frauen von heute“, sagt Stephanie Clemens-Krämer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn.

„Frauen, ihr Leben, ihr Wirken, ihre Einflüsse auf Gesellschaft, Kultur und Politik sichtbar zu machen, ist seit vielen Jahren Anliegen des Hauses der Frauengeschichte. Mit unseren vier Publikationen ‚Bonner Frauen(orte)‘ haben wir hier schon eine umfangreiche Sammlung vorgelegt, umso mehr freut es uns, dass vier dieser dort porträtierten Frauen nun eine noch breitere Bühne bekommen“, sagt Dr. Ulrike Klens vom Haus der FrauenGeschichte Bonn. 

Die durch die Frauenorte kommunizierte Wertschätzung der verschiedenen Frauenpersönlichkeiten mit ihren unterschiedlichen Identitäten kann jungen Frauen in der Entwicklung ihrer eigenen Stärken, Wünsche und Ziele Impulse geben und mit dem historischen Hintergrund können die Frauen als Vorbilder in der heutigen Zeit dienen, so die Motivation des FrauenRat NRW für das Projekt.

Derzeit werden die geplanten Aufstellorte geprüft und anschließend mit den Stelen ausgestattet. Am 8. Mai 2024 werden die Bonner FrauenOrte NRW mit einem Empfang im Alten Rathaus feierlich eröffnet.



Das Projekt „FrauenOrte in NRW“

Träger des Projekts „FrauenOrte in NRW“ ist der Verein FrauenRat NRW. Es wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Schirmpatin ist Gleichstellungsministerin Josefine Paul.
Bis Ende 2025 will der FrauenRat NRW 50 Orte in NRW kennzeichnen, an denen historische Frauenpersönlichkeiten gewirkt und gelebt haben, um ihren Beitrag zur Geschichtsschreibung NRWs sichtbar(er) zu machen. Die Vorschläge kommen aus der Bevölkerung, die Auswahl trifft der Vorstand des FrauenRat NRW auf Empfehlung eines ehrenamtlichen Fachbeirates.

In bisher zwei Auswahlrunden hat der Vorstand des FrauenRat NRW auf Empfehlung des Fachbeirats 27 von 50 geplanten FrauenOrten ausgewählt. Im Oktober 2023 wurde in Wülfrath der erste FrauenOrt NRW gemeinsam mit Ministerin Paul eingeweiht. Eine Übersicht aller bisher ernannten FrauenOrte NRW ist hier zu finden.

 
(siehe Pressemitteilung der Bundesstadt Bonn vom 5.2.2024) 






Porträts von Bundespolitikerinnen und Feministinnen 

Dank der Gleichstellungsstelle stehen seit dem Internationalen Frauentag 2023 einige Porträts von Bonnerinnen auf der Website der Stadt Bonn. Die Serie wird nach und nach erweitert.

Starke Bonnerinnen  -   ein neuer Blick auf Bonns Geschichte

Frauen kommen in der Geschichte Bonns bislang selten vor. 

Wir zeigen, wie Frauen quer durch die Geschichte hindurch Bonn geprägt und weit darüber hinaus gewirkt haben. 

Wir präsentieren ein vielfältiges Panorama beeindruckender Biografien noch lebender und historischer Bonnerinnen, von denen viele bisher kaum bekannt sind. 

Die Porträts laden dazu ein, sich mit der Bonner Geschichte neu zu identifizieren und sich von diesen starken Frauen inspirieren zu lassen.

Was erzählt der Dachfries am Postamt über das Verhälnis von Männern und Frauen? 

Wie können wir deuten, dass die Hauptfigur eine Frau ist und die ihr zu Füßen sitzenden Figuren zwei Knaben und zwei Männer aus entgegengesetzten Welten darstellen? 

Auffällig ist, dass der Geschlechterunterschied im Fries zwei unterschiedliche Deutungsmuster beinhaltet: einmal die Ebene der Symbolik, zum anderen die Ebene der industriellen Realität, die ausschließlich mit Männer- und Knabenbildern gezeigt wird.

So zeigt der Postfries auch den Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen Leben – trotz ihrer hohen Bedeutung als weltumspannende, fürsorgliche Symbolfigur.