Starke Bonnerinnen  -   ein neuer Blick auf Bonns Geschichte

Frauen kommen in der Geschichte Bonns bislang selten vor. 

Wir zeigen, wie Frauen quer durch die Geschichte hindurch Bonn geprägt und weit darüber hinaus gewirkt haben. 

Wir präsentieren ein vielfältiges Panorama beeindruckender Biografien noch lebender und historischer Bonnerinnen, von denen viele bisher kaum bekannt sind. 

Die Porträts laden dazu ein, sich mit der Bonner Geschichte neu zu identifizieren und sich von diesen starken Frauen inspirieren zu lassen.

Neue Porträts von Bonnerinnen, die nicht in den Bonner Frauen(orten) veröffentlicht sind:

  • die Pionierin der Archäologie Margarete Bieber (1879-1978),
  • die Holocaust-Überlebende Jüdin und SPD-Bundestagsabgeordnete von 1952 bis 1961 Jeanette Wolff (1888-1976),
  • die Zeitzeugin eines Jahrhunderts Marlene Weber (1927-2025), 
  • die Pianistin, Komponistin und Musikwissenschaftlerin Ella Schultz-Adaiewsky (1846-1926),
  • die Ärztin, First Lady und Gründerin der Deutschen Krebshilfe Mildred Scheel (1931-1985) und ihre Tochter, die Autorin Cornelia Scheel (*1963), die sich für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen einsetzte, 
  • die Kinderärztin Johanna Hertz (1887-1967) und die Biologin Mathilde Hertz (1891-1975), Töchter des Entdeckers der elektromagnetischen Wellen Heinrich Hertz,
  • die Widerstandskämpferin und KPD-Abgeordnete im ersten Bonner Bundestag Grete Thiele (1913-1993),
  • die von 1955 bis 1972 in Bonn lebende Journalistin Inge Deutschkron (1922-2022), eine als Jüdin im Berliner Untergund von 1943 bis 1945 den Holocaust Überlebende, 
  • die in Bonn geborene Politikerin Heide Simonis (1943 -2023), die erste bundesdeutsche Ministerpräsidentin,
  • die Autorin Antje Dertinger (*1940), die zahlreiche Biografien über Frauen aus der Arbeiterinnenbewegung, aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und aus der frühen Bundesrepublik verfasst hat.
  • Viktoria Zoubkoff (geb. Prinzessin von Preußen) (1866-1929), fast 40 Jahre Hausherrin im Palais Schaumburg, 
  • Lotte Lemke (1903-1988), ein Leben für die Arbeiterwohlfahrt - an der Seite ihrer Lebensgefährtin, 
  • Maria von Linden (1869-1936), die erste Professorin Deutschlands an der Universität Bonn, 
  • Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986), die erste Ministerin der Bundesrepublik 1961.

Hinweis:

Leider sind die Bände 1, 2, 3 und 4 der Bonner Frauen(orte) vergriffen. Fast alle Beiträge finden sich aber auf dieser Website.

Berichte von fantasievollen feministischen Aktionen in Bonn Mitte der 80er

Heidi Baumann, eine der Initiatorinnen der Aktion "Muttertag", erzählt von der größten Frauendemo, die Deutschland je gesehen hat, am 12. Mai 1984.
Margret Meyer schildert die Aktion "Jeder 2. Sitz gehört einer Frau", in der ersten Ratssitzung nach der Kommunalwahl am 17. Oktober 1984, um der Forderung nach Parität der Mandate Nachdruck zu verleihen.
Karin Schüler erinnert an die Aktion "Volkstrauertag" am 18. November 1984 auf dem Nordfriedhof, bei der der Frauen gedacht wurde, die ihr Leben im Kampf für Femi­nis­mus, gegen Faschismus und Rassismus, gegen Krieg und Unrecht eingesetzt hatten, die von Männern diskriminiert, gedemütigt und getötet worden waren.
Elisabeth Haines berichtet von der "Wahlplakat"-Aktion zur Bundestagswahl vor dem 25. Januar 1987, bei der die Plakate der Parteien mit frechen Sprüchen überklebt wurden, weil wieder so wenig Kandidatinnen aufgestellt worden waren.

Wie bin ich Feministin geworden? 

Frauenbewegte Bonner Frauen erzählen ihre Geschichte 

MAGARETHE STITZ (1865-1949)

Am 5. September 2025, haben der FrauenRat NRW mit den Kooperationspartner*innen Altes Beueler Damenkomitee von 1824 e.V., Beueler Weiberfastnacht, Heimatmuseum Beuel Heimat- und Geschichtsverein Beuel e.V. sowie Schifferverein Beuel 1862 e.V. in Bonn-Beuel den 47. FrauenOrt NRW eröffnet. 

Margarethe Stitz ist die siebte Frau, die mit dem fünften Bonner FrauenOrt gewürdigt wird (neben den Stillen Heldinnen, Johanna Elberskirchen, Prof. Dr. Maria von Linden und Dr. Elisabeth Selbert).  

Tafel für "Margarethe Stitz", Heimatmuseum Beuel, Wagnergasse 2-4 

Bonner Demonstration vom 25.11.2025 gegen Gewalt gegen Frauen (Martinsplatz)


Abschlusskundgebung der Bonner Demonstration vom 25.11.2025 gegen Gewalt gegen Frauen (vor der Kreuzkirche) 

Stoppt Femizide! 


Nicht eine mehr soll sterben!

Femizide und Femizidversuche am Bonner Landgericht

in den letzten 10 Jahren

 

04.05.2025  (Troisdorf, Mai 2025) †
29-Jähriger kommt in Untersuchungshaft, weil er im Verdacht steht, seine 30-jährige Freundin erstochen zu haben. Der Prozess vor dem Bonner Landgericht beginnt am 2.12.2025. (ga.de, ga.de, ga.de


24.04.2025 (Zülpich, Oktober 2024) †

37-Jähriger bekommt vom Bonner Landgericht lebenslänglich, weil er seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, brutal ermordete. Er erstickte sie mit einem Kissen und schnitt ihr dann die Kehle durch. (www1.wdr.de)

18.03.2025 (Bad Münstereifel, Juni 2024)

34-Jähriger wird vom Bonner Landgericht wegen Mordversuchs an seiner Frau, seinem 15-jährigen Sohn und seiner 10 und 13 Jahre alten Töchter zu lebenslänglich verurteilt. Nachdem er seine Frau sowie zwei seiner Kinder mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hatte, legte er Feuer in der Wohnung des Mehrfamilienhauses. (www1.wdr.de)


13.01.2025 (Bad Münstereifel, Dezember 2024)

Der Prozess vor dem Bonner Landgericht gegen einen 23-Jährigen, der versucht haben soll, seine 19-jährige Ex-Freundin umzubringen, die ihn zwei Wochen zuvor verlassen hatte, beginnt. (radiobonn.de)

11.12.2024  (Siegburg, Januar 2024) †

Das Bonner Landgericht verurteilt einen 30-Jährigen zu 13 Jahren Haft, weil er seine 31-jährige Bekannte mit 135 Messerstichen tötete. (rp-online.de, www1.wdr.de)

30.10.2024 (Bonn, März 2024)
Ein 45-jähriger Syrer muss sich vor dem Bonner Landgericht wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags verantworten. Weil seine 48-jährige Frau sich von ihm trennen wollte, ging er mit dem Messer erst auf sie, dann auf seine Tochter und seine Mutter los. "Er wollte mich vor den Augen seiner Mutter und unserer Tochter schächten", sagte sie vor Gericht. "Papa hat Mama umgebracht", soll die 7-jährige Tochter den eintreffenden Hilfskräften gesagt haben. (ga.de)

12.01.2022 (Siegburg)

Vor dem Bonner Landgericht wird der Fall eines 37-jährigen Syrers verhandelt, der aus Wut mit Tempo 100 gegen einen Baum fuhr, weil seine 21-jährige Verlobte ihm im Auto erklärte, dass sie ihn keinesfalls heiraten werde. Vorher hatte er sie  und ihre kleine Schwester mit einer Schusswaffe aus dem Handschuhfach gezwungen, im Auto zu bleiben. (rundschau-online.de)

11.05.2020 (Waldbröl, November 2019) †

Das Bonner Landgericht verurteilt einen 41-Jährigen wegen der Tötung seiner Ehefrau mit 18 Messerstichen zu 8 Jahren Haft.  Vor dem Messerangriff hatte es seit Monaten Streit zwischen dem Rumänen und seiner Frau gegeben, da sie den Angaben zufolge einen Arbeitskollegen zum Liebhaber hatte. Vier Tage vor der Tat offenbarte die 28-Jährige ihrem Ehemann, dass sie nicht mit ihm über die Weihnachtstage nach Rumänien fliegen, sondern wegen des Liebhabers in Waldbröl bleiben werde. Auch forderte sie die Scheidung. (ga.de)


22.10.2019 (Bonn, April 2019)

Ein 49-Jähriger im Irak geborener Deutscher wird zu 14 Jahren Haft verurteilt. Er hatte seiner Ex-Freundin, die einen neuen Partner hatte, vor deren Wohnung aufgelauert. Als die 33-Jährige mit ihrer Tochter das Haus verließ, fuhr er sie mit seinem Auto an und schlug sie danach mit einem Stein mehrmals auf den Kopf. Die 3-Jährige musste aus ihrem Buggy heraus den Vorfall mit ansehen und habe, völlig aufgelöst, mehrfach „Papa, Papa“ gerufen. Die schwangere Frau liegt wegen ihrer schweren Kopfverletzungen immer noch im Krankenhaus. (ga.de)

14.06.2019 (Bonn, Sommer 2018) †

Ein 24-Jähriger wird wegen schwerer Körperverletzung vor dem Bonner Landgericht zu einer Haftstrafe von 4 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Als seine 23-jährige Freundin die Beziehung zu ihm beendete, weil sie seinen zunehmenden Kontrollwahn und seine Eifersucht nicht mehr aushielt, hatte er sie mit einem Messer angegriffen, 11 Mal zugestochen und sie dabei lebensgefärlich verletzt. (ga.de)


13.12.2017 (Bonn, November 1991) †

Mehr als 26 Jahre nach dem Mord an einer 38-jährigen Frau hat der heute 52-Jährige Mörder vor dem Landgericht Bonn gestanden. Er bekam lebenslänglich. (rp-online.de, sueddeutsche.de)

26.07.2017 (Königswinter, Februar 2008) † 

Im Prozess vor dem Bonner Landgericht gegen den heute 52-jährigen Kellner aus Königswinter, der seine 40-jährige Ehefrau vor 9 Jahren erwürgte und ihre Leiche im Keller einbetonierte und vorgab, sie sei verschwunden, legt der Angeklagte ein umfassendes Geständnis ab. (ga.de)

4.04.2017 (Zülpich, November 2016) †

Demnächst steht ein 35-Jähriger vor dem Bonner Landgericht, weil er seine Freundin erstochen haben soll. Laut Anklage war er überzeugt gewesen, dass seine langjährige Freundin ihm fremd ging. Um "seine Ehre wiederherzustellen", habe er sie getötet, heißt es in der Anklage. (ga.de)


27.06.2015 (Bonn, Oktober 2014) †

Ein 55 Jahre alter Cellist wird vom Bonner Landgericht wegen der Tötung seiner Frau, einer Konzertpianistin, zu 12 Jahren Haft verurteilt. (rp-online.de, ga.de)

Was erzählt der Dachfries am Postamt über das Verhälnis von Männern und Frauen? 

Wie können wir deuten, dass die Hauptfigur eine Frau ist und die ihr zu Füßen sitzenden Figuren zwei Knaben und zwei Männer aus entgegengesetzten Welten darstellen? 

Auffällig ist, dass der Geschlechterunterschied im Fries zwei unterschiedliche Deutungsmuster beinhaltet: einmal die Ebene der Symbolik, zum anderen die Ebene der industriellen Realität, die ausschließlich mit Männer- und Knabenbildern gezeigt wird.

So zeigt der Postfries auch den Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen Leben – trotz ihrer hohen Bedeutung als weltumspannende, fürsorgliche Symbolfigur.